Bekenntnisse der Frau Schnaps- Beethovens Haushälterin

Barbara Holtzmann, war Haushälterin Beethovens in Wien. Von ihm scherzhaft „Frau Schnaps“ genannt oder auch „Meine schnell segelnde Fragatte“ hat sie es, trotz seiner Beschimpfungen und misstrauischen Kontrollen, am längsten bei ihm ausgehalten. Dienstboten waren niedere Menschen für den Komponisten, denen er mit Argwohn und Härte begegnete. So lesen wir in einem Konversationsheft: „Schlecht wäscht sie auch.(Frau Schnaps) Sie macht noch Flecke hinein, ehe sie die alten herausbringt.“ 

In diesem Programm schlüpft Chris Pichler in die Rolle der Frau Schnaps. Basierend auf historisch belegten Zeitzeugnissen, Dokumenten, Konversationsheften und Briefen erzählt sie in einem Monolog aus unmittelbarer Nähe über Beethoven, sein Leben und Arbeiten.

Pressestimmen

In adrett schwarz–weißem Hausmädchenkostüm plaudert sie in reizendem Wiener Akzent von ihrem Leben an der Seite des übergroßen Künstlers. Das schöne an diesen Bekenntnissen ist, dass wenn Pichler „Ich“ sagt sie stets vorsichtig auf Distanz bleibt zu ihrer gespielten Figur und vorallem dass sie das solide Selbstbewusstsein der Frau von niederem Stand mit schnippischem Witz und klarem Verstand nie benutzt um Grenzen zu überschreiten. Über allem steht die unantastbare Größe des Universalgenies. Keine billigen Spekulationen oder Intimitäten aus der populären Schlüsselloch Perspektive. Ein echtes Kabinettstück. Ist gleichwohl ihre Aufzählung der Verwandtschaftsverhältnisse des Wiener Adels. Eine sehens- und hörenswerte Aufführung.

(Bonner Generalanzeiger)

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